Sie bringen zusammen, was Artikel 14 DSA verlangt — eine verständliche Beschreibung der Moderation, den Melde- und Einspruchsweg, die Kontaktstellen — und was die Moderationsrichtlinie und das Krisenprotokoll ohnehin festlegen.
Stand 10. September 2026.
meditāmur wird betrieben von Felix Rath, Seitenstettengasse 5/37, 1010 Wien, Österreich. Du erreichst uns unter ⟨kontakt@meditamur.app — Postfach anlegen⟩; das ist die Kontaktstelle für Nutzer nach Artikel 12 DSA. Behörden erreichen uns unter ⟨behoerden@meditamur.app — Postfach anlegen⟩, der Kontaktstelle nach Artikel 11 DSA. Die Aufsicht über digitale Dienste in Österreich führt die KommAustria. Wir antworten auf Deutsch und auf Englisch.
Du bekommst jeden Morgen um sieben eine Frage — geschrieben von einem Menschen, den du nie kennenlernen wirst, oder von unserer Redaktion. Du trägst sie durch den Tag. Am Abend schreibst du deine Antwort, ohne zu sehen, was andere geschrieben haben. Am nächsten Morgen deckt dein Kreis auf.
Drei Regeln tragen das, und sie sind nicht verhandelbar:
meditāmur ist kein soziales Netzwerk im üblichen Sinn und keine Therapie und kein Ersatz dafür.
Du legst es mit einem Griff an. Wir fragen keinen Namen, keine Mailadresse und kein Geburtsdatum. Dein Konto besteht aus einer Kennung und einem Geheimnis, das im Schlüsselbund deines Geräts liegt.
Das hat einen Preis, und wir sagen ihn offen: Verlierst du das Gerät, ist das Konto weg. Es gibt kein Zurücksetzen, weil es nichts gibt, woran wir dich wiedererkennen könnten. Das ist der Preis der Pseudonymität.
meditāmur ist ab 16 Jahren. Wer jünger ist, darf es nicht nutzen.
Einreichbar sind Fragen, keine Behauptungen — eine Frage öffnet, eine Behauptung schließt. Antworten schreibst du zu der Frage, die dein Kreis trägt.
Unzulässig ist:
Was ausdrücklich erlaubt ist: scharfe Meinungen, Provokation, unbequeme Weltsichten. Ein Text, der ein geschütztes Merkmal nur nennt, ist kein Angriff. Erfahrungsberichte über Diskriminierung, Gegenrede und Fragen nach Ungleichheit gehören ausdrücklich dazu. Das ist keine Hassrede — das ist das Produkt.
Vor der Verteilung. Jeder Text wird geprüft, bevor ihn ein anderer Mensch liest. Das tut zuerst ein automatisches System; es entscheidet nichts, es hält zurück und legt vor. Entschieden wird von einem Menschen.
Der Normalfall ist keine Strafe. Die meisten Fälle enden mit „wird nicht verteilt" — ohne Verwarnung, ohne Vermerk, ohne Folgen für dein Konto. War der Text bezahlt, bekommst du die Abende zurück.
Die Leiter. Bei einem Angriff auf eine Gruppe: Bescheid mit Regelzitat, keine Sperre. Bei Wiederholung: sieben Tage, dann dreißig, dann dauerhaft. Wer 90 Tage ohne Verstoß bleibt, fängt wieder oben an. Sofort dauerhaft nur bei strafbaren Inhalten.
Wenn wir es nicht schaffen. Sieht sich niemand deinen zurückgehaltenen Gedanken binnen sieben Tagen an, bekommst du ihn samt Guthaben zurück. Das ist kein Urteil über deinen Text.
Über das Menü an jeder Karte kannst du einen Text melden — er verschwindet für dich sofort, geprüft wird danach. Fünf Gründe stehen zur Wahl; einer davon, „Ich sorge mich um diese Person", führt nicht in die Missbrauchsprüfung, sondern zu Menschen, die bei einer Krise helfen.
Blockieren heißt: nie wieder Texte dieses Kontos. Es wirkt in beide Richtungen und dauerhaft — ihr werdet auch nie wieder in denselben Kreis gelost. Rückgängig machen lässt es sich nicht.
Jede Maßnahme, die dich betrifft, kommt als Bescheid in deinen Posteingang in der App. Er nennt, was wir getan haben, welche Tatsachen zugrunde liegen, auf welche Regel wir uns stützen, ob der Text automatisch erkannt wurde, und wie du widersprichst — so verlangt es Artikel 17 DSA.
Du kannst jedem Bescheid widersprechen, auch wenn dein Konto gesperrt ist. Ein Mensch sieht sich das an und antwortet dir im selben Posteingang.
Unabhängig davon steht dir der Weg zu einer außergerichtlichen Streitbeilegung nach Artikel 21 DSA und der Rechtsweg offen.
Die Texte gehören dir. Damit meditāmur funktionieren kann, räumst du uns ein einfaches, räumlich und zeitlich unbeschränktes Recht ein, sie im Rahmen des Dienstes zu speichern, an deinen Kreis zu verteilen und dir zum Export bereitzustellen. Wir verkaufen sie nicht, zeigen sie nicht außerhalb deines Kreises und nutzen sie nicht für Werbung.
Der Export deiner eigenen Texte ist immer kostenlos.
Du kannst meditāmur mit einem monatlichen Beitrag unterstützen. Er schaltet nichts frei. Der tägliche Gedanke, das Antworten und das Aufdecken bleiben für alle gleich — du bezahlst keine Funktionen, du bezahlst die Nachtwache. Kündbar jederzeit über den App Store.
Sollten wir den Dienst einstellen, sagen wir es mindestens 30 Tage vorher in der App und geben dir die Möglichkeit, deine Texte zu exportieren.
Änderungen dieser Bedingungen kündigen wir in der App an. Widersprichst du nicht binnen 30 Tagen, gelten sie als angenommen; du kannst dein Konto jederzeit löschen.
Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gegenüber Verbrauchern bleiben die zwingenden Bestimmungen ihres Aufenthaltsstaates unberührt, insbesondere der Gerichtsstand nach Art. 18 Brüssel-Ia-VO. Für Unternehmer ist Gerichtsstand Wien.
Was mit deinen Texten geschieht, bevor sie jemand liest — und wohin sie dabei gehen —, steht in der Datenschutzerklärung. Wonach moderiert wird, in der Moderationsrichtlinie.